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Abhängigkeit der Festgeldzinsen vom Leitzins der EZB


By Festgeld Journal - Posted on 23 August 2008

Die Europäische Zentralbank ist eine wichtige Institution, denn sie ist vorrangig für die Geldwertstabilität in Europa zuständig. Mit Hilfe ihrer Maßnahmen soll beispielsweise die Inflation begrenzt werden. Dies wird erreicht, in dem der Leitzins, wie kürzlich geschehen, angehoben wird. Durch diese Anhebung werden Kreditzinsen, aber auch Geldanlagen, höher verzinst, was zu einer Reduzierung der Geldmenge führen soll. Somit soll der derzeitigen Inflation von knapp vier Prozent entgegnet werden.

 

Da sich die Banken jetzt von der EZB auch nur noch Geld mit höheren Konditionen leihen können, erhalten Sparer und Anleger auch höhere Zinsen für ihre Festgelder. Wie schnell eine solche Leitzinserhöhung jedoch an die Kunden weitergegeben wird, ist unterschiedlich.

 

So haben einige Banken ihre Zinsen bereits angehoben und bieten für einjährige Festgelder bis zu 5,2% p.a., andere Institute wiederum bezahlen noch immer nur um 4,0% p.a. Daher sollten Anleger nicht sofort das Angebot ihrer Hausbank nutzen, sondern zuvor die Konditionen im Internet vergleichen. Somit besteht unter Umständen auch die Möglichkeit, den Zinssatz zu verhandeln, denn der notwendige Spielraum ist schließlich vorhanden.

 

Sollte die Inflation jedoch wieder sinken und sollte die Wirtschaftsleistung in Europa sich nicht wesentlich erhöhen, könnte es in absehbarer Zeit jedoch bereits wieder zu Zinssatzsenkungen kommen. Dies würde zwangsläufig bedeuten, dass auch die Festgeldkonditionen wieder herabgesetzt werden würden.

 

Für Kunden, die ihr Geld derzeit langfristig anlegen können, ist es daher ratsam, die Festgeldanlage über wenigstens ein Jahr zu tätigen. Kurzfristige Festgelder, die nur ein oder zwei Monate angelegt werden, müssen nämlich nach der Laufzeit neu verhandelt werden, unter Umständen ist der Zins dann jedoch bereits wieder gesunken.